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Dienstag, 13. Juli 2010

Sonntag, den 18. Juli 2010 von lxxx

Sommer, Sonne, Schlaganfall

Oh man, wie lange ist das her, daß ich im Schneidersitz mit Bierbecher in der Hand auf irgend einem  Schulhof gesessen habe?! School’s-Out-Party in Aplerbeck – geil! Vorher noch schnell mit Nadja und Axel telefoniert und ab auf die Bühne. Guter Sound finde ich, Spaß macht’s auch, verzweifelt pogende und sich die Hälse brechende Menschen vor der Bühne, ein trauriges Pärchen ganz in schwarz am Tisch, sie lächelt für Sekundenbruchteile genau einmal, ich verbasel mich, während M. gegen den Brechreiz kämpft.

Ach, irgendwie endlich mal wieder ein schöner und entspannter Abend – und irgendwo in einem texanischen Jugendzimmer laufen nun die Vorstadtkinder…

Jesus: was my drug before I met you…

gut: so!

11. Juni 2010

Montag, den 14. Juni 2010 von lxxx

Wir können Eure Hände nicht mehr sehen!

… ein ganz schöner, wenngleich recht kurzer Abend in den entweihten Hallen. Wenn ich gerade rausgucke (und das hat jetzt nur so halb was  mit dem Konzert zu tun), muß ich echt kotzen: Afrika aushungern und Nationalisten ebenso! Aber schlecht…

Eigentlich ist alles wie früher, nur daß das Bier damals 30 Pfennig kostete und das Publikum deutlich an Jahren zugelegt hat. Wir gehen auf die Bühne, auf der wir gefühlte 10000mal schon gestanden haben. Die Mischer schlafen seelig oder hören vielleicht auch einfach schlechter als früher. ‘ne halbe Stunde ballern (eigentlich sagt man ja rocken) und sich richtig freuen, ein bißchen Vergangenheit atmen, die sich gerade mit Gegenwart und – hoffentlich – Zukunft vereint, und dann ist nach viel zu kurzer Zeit schon wieder alles vorbei.

Ich wäre gern geblieben, vielleicht der eine oder andere auch, und doch ist Osnabrück fest versprochen. Also irgendwann ins Auto, und ab in die Metropole. Dort sind sie eigentlich ganz zufrieden, auch ohne uns, dennoch wird da auch nochmal (und jetzt hab ich’s) ordentlich gerockt. Irgendwo zwischen Elektroterror, den üblichen Puff(be)suchern und viel zu hellem Licht auf dem Klo endet alles dann. Lange Heimfahrt, lange Küchentisch, richtig richtig Hunger und irgendwann endlich endlich ins Bett…

Mir hat was gefehlt, und wer’s rät, kriegt ne CD…

27. bis 30. Mai 2010

Mittwoch, den 9. Juni 2010 von lxxx

Hamburg – was soll ich eigentlich noch dazu sagen?

Donnerstag (sogar pünktlich) los, über die 2 und die 7 Richtung Elbe. Kurz vor Sonnenuntergang ankommen, Liebe, Stiefel – das Gefühl, als würde man nach langer Zeit wieder nach Hause kommen. Irgendwo zwischen aufgeregt, aufgekratzt und aufgerieben. Noch bis tief in die Nacht in der Küche sitzen, reden, beinahe andächtig lauschen. Wieder raus, und wieder rein, zwischendurch Bälle werfen, und irgendwann todmüde ins Bett.

Am nächsten Morgen viel zu früh aufstehen, Kaffee, auf dem Boden spielen, Bilderbücher, spazieren, Köhlbrandbrücke, Proberaum, herumirren und los! Aufbauen, essen, Soundcheck, später dann Bühne, spielen, fühlen, gut sein, schlecht sein – wie auch immer! Draußen auf der Treppe sitzen, rauchen, übertreiben, auch streiten und sich wieder versöhnen. Früh morgens durch die Straßen ziehen, überladen nach Hause und bis zum Morgengrauen allein auf der Terrasse.

Samstag nichts tun, nichts wollen, ausruhen, rumhängen, den Tag genießen und der erste Abschied.

Sonntag? Nichts eigentlich, die Fahrt schon vor Augen, bis zum letzten Moment hinauszögern, Worte, die wieder einmal fehlen, aber eigentlich auch nicht gesagt werden müssen, ein letzter Blick über die Schulter und weg.

Später ein paar Worte am Telefon, alles schon Erinnerung und Melancholie – bis zum nächsten Mal dann…